oder: Wochenend-Impressionen
Hiermit ist der Umzug ins neue Domizil offiziell für eröffnet erklärt. Jawohl!
Während Mann am Samstag zum großen schwedischen Möbelexperten unterwegs war, um unsere neue Küche zu ergattern, stand ich mit Sohnemann und einer fleißigen Bekannten J. in der neuen Wohnung. Mission: Farbe an die Wand “schmeißen”.
Wie das so ist, hat man natürlich die wichtigen Dinge zu Hause vergessen. J. ist dann nochmal losgefahren und hat erstmal Schraubendreher geholt, damit wir die Steckdosen nicht mühsam abkleben, sondern einfach abschrauben können. Nachdem wir dann losgelegt hatten, haben wir schnell festgestellt, dass das Weiß im Farbeimer viel strahlender war als das Weiß an Decken und Wänden. Ist ja irgendwie immer so, ich hätte es wissen müssen… Also blieb uns nichts anderes übrig, als doch viel mehr zu malern als wir eigentlich vorhatten zu malern. Also musste ne Leiter her für die Decken. Eine Leiter, jawohl. Ähämm, stand natürlich in der alten Wohnung. Wer denkt beim Streichen schon an eine Leiter? Schwangerschaftsdemenz lässt grüßen. Also J. nochmal los, Leiter holen. Dann hatten wir aber alles, wirklich! Erstmal!
J. machte sich mit Feuereifer in schwarzen Klamotten dabei, die Decke in Juniors Zimmer weiß zu streichen – Mamis mit wachsendem Babybauch sollten sich bei solchen Aktivitäten ja etwas zurücknehmen. Hihi, der Anblick war herrlich. Quasi im Sekundentakt wurden es mehr weiße Farbspritzer und Farbtupfer auf den schwarzen Klamotten und in den schwarzen Haaren. Ein Bild für die Götter.
Junior stand dem Ganzen in nichts nach und hatte im Nu auch weiße Farbe auf T-Shirt und Hose und Schuhen. Malern ist toll – ich sachs ja immer wieder. Ich hielt mich mit Abklebearbeiten auf und pinselte mit der kleinen Rolle die Ecken und Kannten, wo man eben mit einer großen Rolle nicht so ordentlich hinkommt. Nachdem der erste Anstrich saß, musste das alles ja erstmal trocknen. Also weiter in die Küche, die soll am Donnerstag per Elchexpress schon aus Schweden geliefert werden, so dass dieser Raum malermäßig auch soweit fertig sein sollte…
Der Vollhonk von Vormieter hat mit irgendwelcher Lackfarbe unfuckingfassbar hässliche Muster an die Dachschräge der Küche gemalt, wo wir echt fast dran verzweifelt sind. J. hatte die Bombenidee, die Farbe einfach abzuschleifen. Abschleifen, ach ja. Ein Schleifgerät wäre toll. Ihr wisst was jetzt kommt? Genau. J. wieder rein ins Auto, Schleifgerät bei Papa aus der Werkstatt organisiert.
Die olle Lackscheiße wollte selbst mit Schleifpapier nicht abgehen. Mh und nun? Wir hatten gute Farbe gekauft, also einfach mal drüberstreichen. Und? Bingo, Volltreffer, ging prima. Nach dem dritten Anstrich strahlte die Wand mit dem megahässlichen Lackfarbmist in einem einheitlichen Kristallweiß. Gegen 17 Uhr hatten wir dann aber doch die Schnauze voll, Blasen an den Händen und auch irgendwie keinen Bock mehr. Kennt ihr das, wenn man vor lauter Weiß schon Sternchen vor den Augen hat? So irgendwie ging es uns.
Sonntag durfte Mann dann auch mal ran. Und die pinke Dröhnung an die Wand malen!
Wenn wir schon eine Hochglanzküche in weiß und grau kriegen, brauchen wir ja eine kräftige Wandfarbe. “Orchidee” ist eine geile Farbe! Bilder gibt es in den kommenden Tagen auch, aber erst wenn die Küche steht! Also noch etwas Geduld ihr Lieben!



